Die Rheinische Affaire

Unsere Partner in Kolumbien


RED Ecolsierra

RED Ecolsierra ist eine Organisation, die die
Bauern wirtschaftlich und gewerkschaftlich vernetzt.
Sie vereint 36 gemeinnützige Initiativen von
Bauernfamilien indigener und afro-kolumbianischer
Abstammung in ganz Kolumbien. Als institutionelle
Repräsentation verschafft die Organisation ihren
Mitgliedern eine nationale Plattform sowie Zugang
zu verschiedenen Möglichkeiten der Förderung.

Die Mitgliedsinitiativen von RED Ecolsierra bewirtschaften viele Hektar Land über ein weit verteiltes Areal durch den Anbau von Bio-Kaffee in schonenden Mischkulturen. Neben Kaffee bauen viele Mitglieder auch Kakao, Rohrzucker, Früchte und Gemüse an. Einige betreiben zudem eine eigene Honig-Produktion. RED Ecolsierra stellt den Kleinbauern technische Beratungen, Schulungen und materielle Unterstützung in Bezug auf Anbau, Produktion und Handel zur Verfügung.

Da die einzelnen Kooperativen teils sehr weit voneinander entfernt liegen, wählen ihre Mitglieder Vertreter in den Vorstand. Auf diese Weise nehmen auch die Produzenten selbst demokratisch an Entscheidungsprozessen teil. Beispielsweise legen die Kooperativen selbst fest, wofür dei Prämienzahlungen aus dem Fairen Handel investiert werden. In eigener Verantwortung sorgen die Bauern so für eine Verbesserung der Lebensbedingungen ihrer Kinder.



Ein rauhes Klima für einen feinmilden Kaffee

Der kolumbianische Bio-Kaffee ist ein Hochland-Arábica mit auffallend feinmildem Geschmack.

Durch die rauhen Witterungsbedingungen auf 2000 m Höhe entwickeln die Bohnen eine ungewöhnliche Dichte – das Ergebnis ist ein besonders aromatischer Kaffee. Jeder Betrieb der ANF verfügt über eine eigene Schälmaschine und auch die Nassverarbeitung der Kaffeebohnen kann selbst durchgeführt werden. Nach der anschließenden Sonnentrocknung wird der sogenannte „café pergamino“ an das Beneficio geliefert, wo man das Pergaminohäutchen entfernt und Sortierung und Qualitätskontrolle stattfinden. Export und Verkauf erfolgen über die Gesellschaft Expocafé. Mit dem Mehrpreis finanzieren die Bauern ihre Verarbeitungskosten und die Kosten der Bio-Zertifizierung, der Rest wird den Mitgliedern direkt ausgezahlt. (Quelle: El Puente)